Candidate Persona 4 Min. Lesezeit 13. November 2020

Candidate Persona: Der erste Schritt für Deine erfolgreiche Recruiting-Strategie

Verfasst von Frithjof

Eine Candidate Persona beschreibt eine fiktive und verallgemeinerte Darstellung des typischen Bewerbers eines Unternehmens. Du kannst Personen gezielter ansprechen, Streuverluste vermeiden und Stellen schneller besetzen. Durch die Candidate Persona sind Dir die Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen der Kandidaten bewusst und Du kannst gezielt darauf eingehen. Du stellst im Idealfall nur noch Mitarbeiter ein, die optimal zum Deinem Unternehmen passen. 

 

Vielleicht kennst Du die folgende Szene: Eines schönen Tages fragt der Chef seinen Angestellten: “Wo waren Sie den ganzen Tag? Ich habe Sie überall gesucht.” Der Angestellte antwortet: “Naja Chef, Sie wissen doch, wie das ist: Gute Mitarbeiter sind schwer zu finden.”

Auch wenn es anders gemeint ist, so ist doch an der Aussage etwas dran. Gute Mitarbeiter müssen erstmal gefunden werden und das ist gar nicht mal so einfach.

Bevor Du voller Tatendrang und Enthusiasmus Stellenanzeigen schreibst, Active Sourcing betreibst, die sozialen Medien durchsuchst, diverse Talent-Pools sichtest und Dein Telefonhörer heißt läuft, ist es sinnvoll, dass Du Dir vorab genau überlegst, wen Du überhaupt suchst.

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Candidate Persona

Was Du benötigst ist eine Grundlage für Deine Recherchen und das Ansprechen von potentiellen Angestellten. Dafür ist eine Candidate Persona geeignet. Was ist das?

Eine Candidate Persona beschreibt eine fiktive und verallgemeinerte Darstellung des typischen Bewerbers eines Unternehmens. Der Candidate Persona werden eine spezifische Altersangabe, ein aktueller Jobtitel oder auch bestimmte Interessen verliehen. Ebenso werden sowohl die genutzten Medien als auch “Schmerzpunkte” klar definiert. Somit hast Du als Personalmarketer die Möglichkeit, den passenden Content über das richtige Medium an einen Jobinteressenten auszuspielen.

 

Sieben Personen stehen nebeneinander. Die mittlere Person steht in einen Leuchtkegel und wird dadurch hervorgehoben.

 

Was sind die Vorteile gegenüber einer

klassischen Zielgruppe?

Klassischerweise werden Zielgruppen genutzt, die für die nächste Stellenbesetzung den gewünschten Kandidaten bringen sollen. Es wird zum Beispiel nach Alter, Bildungsstand, Berufserfahrung und Kompetenzen unterschieden. Zusätzlich werden Zielgruppen nach der Nutzung verschiedener Recruiting Kanäle kategorisiert. Werden potenzielle Kandidaten eher durch die klassische Stellenanzeige oder doch besser durch Active Sourcing erreicht?

Die Candidate Persona wird im Vergleich zur Zielgruppe viel spezifischer und personalisierter dargestellt:

 

Abbildung zu Zielgruppe.
Abbildung zu Candidate Persona

 

Im Gegensatz zur Zielgruppe kannst Du Personen gezielter ansprechen und so Streuverluste vermeiden. Stellen werden schneller besetzt. Was Dir Zeit, Kosten und Nerven spart. Durch die Candidate Persona sind Dir die Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen der Kandidaten bewusst und Du kannst gezielt darauf eingehen. Du stellst im Idealfall nur noch Mitarbeiter ein, die optimal zum Unternehmen passen. Damit sinkt die Fluktuationsrate und der unternehmensinterne Zusammenhalt wird gestärkt.

 

Was sollte eine Candidate Persona

alles enthalten?

Am Anfang solltest Du Deiner Candidate Persona einen Namen geben und definieren wie alt diese ist. Du kannst das Aussehen des durchschnittlichen Vertreters Deiner Bewerbergruppe beschreiben (Frisur und Kleidungsstil) sowie ein typisches Lebensmotto oder ein beliebtes Zitat der Persona zuordnen. “Was du heute kannst besorgen, das verschiebe getrost auf morgen.” sollte es besser nicht sein.

Als nächstes solltest Du auf den Background eingehen: Hat die Persona Kinder (und wenn ja, wie viele?), ist sie verheiratet, welchen Beruf übt sie aus? Beschreibe was die Persona in ihrer Freizeit macht, also welchen Hobbys sie nachgeht.

Beschreibe die Persönlichkeit und den Charakter der Persona: Ist sie eher ex- oder introvertiert? Denkt sie mehr kreativ oder analytisch? Ist sie zurückhaltend und folgsam oder übernimmt sie lieber die Führung? Wie schaut es mit dem Kommunikationsverhalten, der Teamfähigkeit und der Belastbarkeit in Stresssituationen aus? Über welche Online-Kanäle erreichst Du die Persona am besten? Ist sie in Karrierenetzwerken wie LinkedIn oder Xing unterwegs? Ist sie eine leidenschaftliche Food-Bloggerin auf Instagram? Vielleicht schreibt sie Wikipedia-Artikel oder hat ein Online-Abo der FAZ.

Natürlich dürfen auch die Wünsche und Bedürfnisse Deiner Candidate Persona nicht fehlen. Das ist nicht nur auf das berufliche Umfeld bezogen.

Definiere die beruflichen Ziele der Candidate Persona. Welche Position möchte sie einnehmen? Welchen Aufgaben möchte sie sich unbedingt stellen?

Die Auswahl an Inhalten ist damit keinesfalls abgeschlossen, sondern kann beliebig von Dir ergänzt werden.

Du siehst also, das Erstellen einer Candidate Persona ist mit viel Arbeit verbunden. Und es kommt noch besser: Es ist nicht zwingend, dass für eine Stelle auch nur eine Candidate Persona erstellt werden muss. Es können selbstverständlich auch mehrere sein. Auch wenn der Aufwand hoch ist, so lohnt es sich dennoch: Mit den Personas kannst Du Deine Recruiting-Strategie ziel- und maßgeschneidert wirken lassen.

 

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Ursprünglich veröffentlicht am 13. November 2020