Inbound Recruiting 5 Min. Lesezeit 16. Dezember 2020

Tipps und Tricks für ein erfolgreiches Arbeiten mit Candidate Personas

Verfasst von Frithjof

Candiate Personas sind eine fiktive und verallgemeinerte Darstellung des typischen Bewerbers Deines Unternehmens. Mittels Personas werden Dir die Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen Deiner Kandidaten bewusst und Du erstellst eine Personenbeschreibung, die die relevanten Eigenschaften Deiner potenziellen Mitarbeiter zusammenfasst. Für ein modernes und erfolgreiches Recruiting sind Candidate Personas unerlässlich. Bevor Du loslegst, möchten wir Dir noch ein paar Tipps an die Hand geben, die Du bei der Erstellung und der Arbeit mit Candidate Personas beachten solltest.

 

Candidate Personas zu entwickeln, heißt, sich in den idealen Bewerber hinein zu versetzen und die Ziele, Prioritäten und Erwartungen aus der Sicht der Persona zu beantworten. Wie würdest Du beispielsweise Deine Persona hinsichtlich dieser Fragen einordnen:

  • Welche Informationsquellen nutzt Deine Persona?

  • Welche Kommunikationskanäle bevorzugt sie?

  • Entscheidet Deine Persona selbstständig oder muss
    sie die Zustimmung weiterer Entscheidungsträger einholen?

  • Welche Erwartungen bestehen bezüglich der Länge des Bewerbungsprozesses?

Um die richtigen Antworten zur Erstellung einer Candidate Persona zu erhalten, musst Du nicht wochenlang im Internet recherchieren oder die aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen zur Zielgruppenanalyse studieren. Das ist sicherlich nicht zwingend falsch, aber fang erst einmal bei Dir selbst an - genauer, in Deinem Unternehmen.

Download Arbeitsmappe Candidate Persona

Die Candidate Persona basiert auf 3 Säulen

Die Candidate Persona steht nicht nur auf einem Bein, sondern sie basiert auf 3 entscheidenden Informationsquellen, die für die Entwicklung Deiner Candidate Persona unerlässlich sind.

  1. Daten von aktuellen Mitarbeitern

  2. Umfragen 

  3. Fundierte Vermutungen


Werfen wir noch einen genaueren Blick auf diese 3 Säulen

Die Daten von aktuellen Mitarbeitern können mittels einer Datenbankanalyse der im Unternehmen gepflegten Mitarbeiter-Daten untersucht werden, z.B. hinsichtlich der demographischen Daten, Daten zum Einkommen oder des Bildungsstandes (höchster erworbener Abschluss).

Untersuche dabei die vorhandenen Daten nach Gemeinsamkeiten:

  • Vergleiche die Daten nach ihrer Performance, um mögliche Gemeinsamkeiten zu identifizieren.

  • Gibt es Gemeinsamkeiten bei Personen, die häufig oder selten zu Mitarbeitern werden?

  • Gibt es Gemeinsamkeiten bei Personen, die der Arbeitgebermarke treu bleiben oder abwandern?

 

 

Zusammenarbeit mit den richtigen Kollegen - mit der Candidate Persona findest du genau, was du suchst. Bildquelle: www.canva.com

 

Umfragen

Die eigenen Mitarbeiter zu befragen, ist immer eine gute Idee. Sie liefern zusätzliche Details, die sich nicht aus anderen Quellen gewinnen lassen. 

Du bist in einer Win-Win-Situation:

Du profitierst vom Wissen und Erfahrungsschatz Deiner Mitarbeiter und umgekehrt fühlen sich Deine Mitarbeiter und Kollegen wertgeschätzt und sehen, dass auch ihre Meinungen in den Entstehungsprozessen der Persona mit einfließen. Das stärkt das Selbstvertrauen und den Zusammenhalt Deiner Mitarbeiter im Unternehmen. 

 

Was solltest Du bei einer Mitarbeiter-Umfrage beachten:

  1. Befrage ca. 15 Mitarbeiter pro Persona.

  2. Identifiziere die Gemeinsamkeiten in den Umfrageantworten.

  3. Das Personalmarketing, Recruiting und die Personalentwicklung sollten die Informationen abschließend gemeinsam besprechen.

 

Welche Fragen solltest Du stellen:

  1. Wie wurdet ihr auf unsere Arbeitgebermarke aufmerksam?

  2. Was war ausschlaggebend dafür, dass ihr euch für uns entschieden habt?

  3. Welche Erlebnisse würdet ihr als positiv und welche als negativ bewerten?

  4. Wie können wir den Bewerbungsprozess aus eurer Perspektive verbessern?

Mitarbeiterumfragen helfen Dir, die aktuelle Stimmung Deiner Mitarbeiter einzufangen. Bildquelle: www.canva.de

 

Fundierte Vermutungen

Bei der Erstellung einer Candidate Persona gibt es Fragen, die weder durch Deine Mitarbeiter noch durch Umfragen beantwortet werden können. Hier kommen die fundierten Vermutungen ins Spiel. Setz Dich mit Deinen Kollegen und Mitarbeitern zusammen und profitiere vom Wissen und den Erfahrungen Deiner Kollegen aus dem Recruiting, Marketing und anderen Fachabteilungen. Besprecht gemeinsam, die noch strittigen Fragen und findet einen Konsens.

 

Personalabteilung, Recruiter und Fachabteilungen gemeinsam an einen Tisch bringen, um die Candidate Persona aufzubauen. Bildquelle: www.canva.de

 

Allgemeine Tipps

Zu guter Letzt möchten wir Dir noch ein paar allgemeine Ratschläge und Hinweise geben. 

  1. Gib Deinen Personas Namen, die man sich leicht merken kann.

  2. Je detaillierter Du Deine Personas definierst, desto aussagekräftiger werden sie am Ende sein.

  3. Es sollte unternehmensweit möglich sein, Feedback zur Genauigkeit und Effektivität von Personas zu geben. Hol Dir Feedback von verschiedenen Abteilungen ein und passe Deine Persona entsprechend an. Deine idealen Mitarbeiter werden sich mit der Zeit verändern.

  4. Die Entwicklung einer Candidate Persona ist nie abgeschlossen. Die Candidate Personas sind keineswegs in Stein gemeißelt. Sie müssen laufend aktualisiert und optimiert werden.

  5. Auch mit Candidate Personas benötigst Du zusätzliche Informationen zu den einzelnen Bewerbern. Individuelle Mitarbeiter werden nie zu 100% mit einer Candidate Persona übereinstimmen. Nach der Kontaktaufnahme treten persönliche Informationen zu individuellen Bewerbern in den Vordergrund.

 

Wenn Du Fragen zu Candidate Personas hast oder Hilfe bei der Erstellung benötigst, dann kontaktiert uns einfach. Wir von #hearthunting. stehen Dir gerne zur Verfügung!

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Ursprünglich veröffentlicht am 16. Dezember 2020