Inklusion 5 Min. Lesezeit 23. Juni 2021

Ausgrenzung am Arbeitsplatz - Wie man Mobbing verhindert

Verfasst von Tom

Die meisten von uns haben im Leben schon mal auf die ein oder andere Art Erfahrungen mit Mobbing gemacht. Als Opfer, als Täter und auch als Mitläufer. Aber wer denkt, dass sich Mobbing nur auf den Schulhof oder den Spielplatz begrenzt, der liegt leider falsch. Unsoziales und verletzendes Verhalten beschränkt sich nicht nur auf problembelastete oder verhaltensgestörte Kinder. Auch Erwachsene können das recht gut. So kann es auch vorkommen, dass der Arbeitsplatz für Opfer von Mobbing zur Pein wird.

In diesem Artikel wollen wir Dir Ratschläge und Tipps geben, wie Du mit Mobbing am Arbeitsplatz am besten umgehst und schnellstmöglich etwas dagegen unternehmen kannst. Nach der Definition von Mobbing im Arbeitsumfeld, betrachten wir im Beitrag die Situation aus Perspektive des Opfers, aber auch aus Perspektive eines Beobachters, der nicht direkt betroffen ist. Als Außenstehender bieten sich oft weit mehr Möglichkeiten einzuschreiten, als es für das Opfer möglich wäre.


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Was ist Mobbing am Arbeitsplatz?

Um Mobbing am Arbeitsplatz zu erkennen und entsprechend zu handeln, ist es wichtig, erst einmal zu wissen, was dieses Phänomen ausmacht. 

Der Begriff Mobbing ist eine deutsche Wortneuschöpfung hergeleitet aus dem englischen “to mob”. Das heißt so viel wie “bedrängen”, “einschüchtern” oder “anpöbeln”. Ein großer Faktor, um Mobbing zu erkennen, ist, dass es gezielt und absichtlich, über einen längeren Zeitraum betrieben wird, um die betroffene Person auszugrenzen und zu schikanieren. Hier gibt es einen Unterschied zu einem einmaligen Streit oder einem kurzweiligen Konflikt, die nicht lange andauern und in der Regel beigelegt werden können.

Eine umgekippte Spielfigur inmitten von stehenden Figuren

Du erkennst Mobbing daran, dass es sich oft gegen eine Person richtet und diese im Mobbingkonflikt meist dem Mobbingtäter stark unterlegen ist. Eine Folge davon können psychische und physische Belastungen und folglich Krankheit sowie eine Zerstörung des Selbstwertgefühls sein.

Zu Mobbinghandlungen können Beleidigungen, (sexuelle) Belästigung, Demütigung, Erniedrigung, Herabwürdigung, Diskriminierung und Isolation gehören.

Neben dem klassischen Mobbing unter Kollegen haben sich, je nach Ebene der Schikane, eine Reihe unterschiedlicher Begriffe etabliert, die ebenfalls aus dem Englischen kommen. “Bossing” ist beispielsweise das Mobbing von “oben nach unten”, wenn Vorgesetzte Angestellte terrorisieren. Umgekehrt ist es beim “Staffing”, wenn die Angestellten einen Vorgesetzten mobben.

 

Laut einer repräsentativen Studie (n = 1000) des Bürobedarfslieferanten Viking, in Kooperation mit OnePoll, haben schon mindestens 60 Prozent von Angestellten in Deutschland Mobbing erfahren. Davon waren 24 Prozent selbst Opfer und circa 37 Prozent gaben an, schon Zeugen von Mobbing geworden zu sein. Das ist zu viel! Was Du als betroffene Person oder als Zeuge tun kannst, um Mobbing zu stoppen, erfährst du in den nächsten Abschnitten.

Frau mit ausgestreckter Hand

Was Du als betroffene Person tun kannst

Falls Du Dich in einer der Mobbing-Situationen wiederfindest, die im vorherigen Abschnitt beschrieben wurden, gibt es ein paar Schritte, die Du unternehmen kannst, um Dich selbst und Deine Gesundheit zu schützen.

 

Schritt 1: Das Problem erkennen

Wenn Du merkst, dass das Handeln anderer am Arbeitsplatz sich negativ auf Dich auswirkt, ist der erste Schritt, dieses Problem auch als Mobbing anzuerkennen. Es bringt nichts, die Geschehnisse zu verdrängen oder zu hoffen, dass es irgendwann aufhört. Auch wenn es Dir sehr schwer fällt, musst Du die Tatsache akzeptieren, dass Du sehr schlecht behandelt wirst. Behalte hierbei aber im Hinterkopf, dass es nicht Deine Schuld ist, dass Du gemobbt wirst. Die Schuld liegt alleinig bei den Mobbenden. Nur mit dieser Akzeptanz kannst Du die weiteren Schritte einleiten, um aus dieser Situation herauszukommen.

 

Schritt 2: Das Mobbing offen ansprechen

Sprich öffentlich an, dass der Umgang der Mobbenden mit Dir in keinster Weise in Ordnung ist. Das kann bei Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen aus dem Team oder auch beim Betriebsrat geschehen. Dadurch wird das Problem präsent gemacht und es ist der zweite große Schritt in Richtung Besserung. Zusammen können Lösungen gefunden werden, um Deine Peiniger in die Schranken zu weisen und Dich zu schützen.

 

Schritt 3: Suche Dir Hilfe

Neben Deinen Kolleginnen und Kollegen kannst Du Dich auch an Vertrauenspersonen aus Deinem privaten Umfeld wenden und ihnen Deine Lage schildern. Diese Personen können Dir bei Deinen Entscheidungen Rückendeckung geben und Dich seelisch unterstützen. Weitere Möglichkeiten sind Therapeuten oder Beratungsstellen und wenn nötig auch die Polizei.

Falls Du von Mobbing betroffen sein solltest, bieten bspw. die folgenden Anlaufstellen erste Hilfe.

Zwei Spielfiguren stehen gegenüber einer Gruppe von Spielfiguren

Was Du als Beobachter von Mobbing tun kannst

Solltest Du mitbekommen, dass eine Kollegin oder ein Kollege  Opfer von Mobbing ist, kannst Du einige Dinge unternehmen, um dem Einhalt zu gebieten. Denn desto länger nichts gegen die Mobbenden unternommen wird, desto schlimmer wird es für die betroffene Person. Folgende Tipps können Dir dabei helfen:

  • Werde nicht Teil der Mobbenden und unterstütze keine Intrigen, Streiche und Machtspiele am Arbeitsplatz.

  • Ergreife Partei für das Opfer.

  • Leite erst mit der Zustimmung des Opfers Schritte ein, um das Mobbing zu stoppen.

  • Vermittle der betroffenen Person Hilfsangebote oder Rechtsbeistand.

  • Biete der Person an, sie bei einem Klärungsgespräch zu begleiten.

Wir alle haben eine soziale Verantwortung, unsere Kolleginnen und Kollegen auf der Arbeit vor Psychoterror und Mobbing zu bewahren. Es ist wichtig, sich bei Mobbingfällen für das Opfer einzusetzen und gegen unsoziales Verhalten Stellung zu beziehen. Die Gesundheit und das Wohlergehen der Belegschaft steht hier an erster Stelle.

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Ursprünglich veröffentlicht am 23. Juni 2021